17. Etappe
Aus Avignon raus zu kommen war gar nicht so einfach. Ein Wirrwarr an Straßen und natürlich keine ausgewiesenen Fahrradstrecken. So habe ich dann auch mal die Sozial-/Hochhaussiedlung bzw. das Ghetto von Avignon kennen gelernt. Der Gegensatz zu der sauberen und herausgeputzten Altstadt ist natürlich enorm.
Außerhalb von Avignon war ich auf Bundesstraßen unterwegs, wo zum Glück mit zunehmendem Abstand zu Avignon der Verkehr nachließ. In Frankreich gibt es aber immer markierte Fahrradstreifen beidseitig auf den Bundesstraßen, was die Sache relativ erträglich macht. Noch weiter am Rand der Straße kommt der Müll-Streifen, in dem auf jedem Meter einer kilometerlangen Straße Unrat liegt.
Higlight der Tagestour waren ab der Stadt Saint-Rémy-de-Provence die Alpillen. Zuerst ein Anstieg bis auf 250 m über See, und dann kam eine felsige, karge Landschaft mit einer Menge Olivenhaine zum Vorschein.
Nach der Abfahrt aus den Alpillen bin ich gefühlt nur noch gerade aus durch eine Wüste gefahren. Die Straßen konnte man fast bis zum Horizont sehen.
Mein Zelt steht jetzt in Massane an dem Salzwassersee Etang de Berre. Vorhin war ich natürlich eine entspannte Runde schwimmen und mein freundlicher Campingnachbar hat mir einen Stuhl geliehen 🙂